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News Explodierende Akkus und brennende Elektronikschalter Milwaukee und DeWalt rufen Akkupacks und Akku-Bohrschrauber in den USA zurück Mit riesigen Rückrufaktionen reagieren die Elektrowerkzeughersteller Milwaukee und DeWalt in den USA auf Verletzungsgefahren durch explodierende Akkupacks und brennende Elektronikschalter bei Akku-Bohrschraubern.
Milwaukee ruft in Nordamerika eine Million 14,4-Volt- und 18-Volt-Akkupacks mit 2,4 Amperestunden Kapazität zurück. Wenn die Entlüftung der Akkuzellen beschädigt ist, kann der Akkupack explodieren und den Anwender verletzen. Der Hersteller hat Berichte über 35 solcher Vorfälle erhalten. In elf Fällen ist es zu Verletzungen (kleinere Schnitte, Prellungen und Hörschäden) der Anwender gekommen. Die von der Rückrufaktion betroffenen NiCd-Akkupacks werden mit unterschiedlichen Akkuwerkzeugen benutzt, zum Beispiel Akku-Bohrschrauber, Schlagschrauber, Sägen, Radios, Lampen und Akkusauger. Es handelt sich um Power Plus Akkupacks mit 2,4 Ah, die zwischen Juli 1999 und Februar 2004 hergestellt wurden. Sie wurden einzeln oder zusammen mit Akkuwerkzeugen von Milwaukee verkauft. Nach Februar 2004 hergestellte Akkus sind nicht von der Rückrufaktion betroffen. Genauere Details und Abbildungen der zurückgerufenen Akkupacks finden Sie auf der amerikanischen Website von Milwaukee und in dem verlinkten Dokument des amerikanischen Verbraucherschutzes (U.S. Consumer Product Safety Commission). Die aus Mexico stammenden Akkus sollen nicht in Europa verkauft worden sein, deshalb sieht der Hersteller (AEG Electric Tools) derzeit keinen Anlass, die gefährlichen Akkupacks in Deutschland zurückzurufen. Auch der neuste Rückruf von ungefähr 346.000 DeWalt Akku-Bohrschraubern bezieht sich bisher nur auf die USA. Betroffen sind die Heavy-Duty XRP-Schrauber mit 12, 14,4 und 18 Volt (DC920, DC930, DC935, DC936,DC940). Die Elektronik im Gasgebeschalter der Geräte kann überhitzen. Es besteht Brandgefahr. Bisher hat es in USA elf Fälle von solchen Überhitzungen gegeben, allerdings ohne Verletzungen und weiteren Sachschäden. Betroffen sind DeWalt-Maschinen mit folgenden Datumscodes:
Die Modellnummer befindet sich auf einem Aufkleber auf der Seite des Geräts. Der Datumscode ist auf der Unterseite des Gehäuses eingeprägt. Ein Stempel mit einem "M" kennzeichnet reparierte Maschinen, die nicht von der Rückrufaktion betroffen sind. Die Verpackung von reparierten Maschinen ist außerdem mit einem grünen Punkt (Aufkleber) gekennzeichnet. Die Geräte wurden in Mexico hergestellt und von Juni 2006 bis Dezember 2007 verkauft. Nähere Informationen finden Sie auf der amerikanischen Website von DeWalt und in dem verlinkten Dokument der U.S. Consumer Product Safety Commission. In Europa sind lediglich die Modelle mit 12 und 14,4 Volt betroffen. In Deutschland sind dies zirka 4000 Maschinen. Ein entsprechender Rückruf ist von DeWalt-Deutschland bereits eingeleitet worden. Die DeWalt-Händler sind schon informiert und sollen ihrerseits die Kunden informieren. Käufer der betroffenen Maschinen sollen ihre Geräte beim Händler für eine Reparatur abgeben. Innerhalb des normalen Service-Zeitraums werden Schalter und Gehäuse der eingeschickten Geräte kostenlos ausgetausch. Nähere Informationen zum Ablauf der Rückrufaktion gibt es beim DeWalt-Händler. Für die Kosten der Rückrufaktion der DeWalt Akku-Bohrschrauber hat Black & Decker bereits 25 Millionen US$ im vierten Quartal 2007 zurückgestellt. Zusammen mit der schlechteren Konjunktur in den USA hat dieses das Quartalsergebnis des größten Elektrowerkzeugherstellers der Welt gewaltig verhagelt. Statt des erwarteten Quartalsgewinns von zirka 1,60 US$ pro Aktie werden es jetzt wohl nur etwa 1,03 US$ werden. |
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12/07 |